IBM Mail Next – Was steckt unter der Haube?

Nachdem auf der IBM Connect im Januar schon einige Informationen bekannt gegeben wurden, gab es heute einen weiteren Webcast mit mehr Detail Infos, was genau sich hinter der Bezeichnung “IBM Mail Next” verbirgt.

Ich habe leider nicht den kompletten Webcast mitbekommen, wenn ich also irgendwo komplett daneben liege, korrigiert mich  🙂

Die Aufzeichnung soll in ein bis zwei Tagen zur Verfügung stehen, dann reiche ich den entsprechenden Link noch nach.

Für mich sind folgende Fakten interessant:

  • IBM Mail Next ist komplett Browser basiert
  • Basis ist der Domino Server (auch als HTTP Server, nicht nur Mails, dann aber vermutlich der IBM HTTP Server vorgeschaltet)
  • andere Systeme wie Connections und Sametime werden angebunden, sind aber vermutlich keine zwingende Voraussetzung
  • Verfügbarkeit ist für Ende 2014 in der Cloud und 2015 dann für die restlichen Kunden geplant

Das Bedienkonzept

Der zentrale Punkt ist zwar die Inbox, die Arbeitsweise und das UI konzentrieren sich aber sehr stark auf das Suchen, Finden und Darstellen von Informationen und Tasks. Egal ob sie sich nun auf meine Mails, Kalender, Connections Inhalte oder Chats beziehen. Bleibt abzuwarten wie sinnvoll und intuitiv das Ganze zu bedienen sein wird…ich bin gespannt.

Die Infrastruktur

Ein Schaubild zeigte die Cloud Infrastruktur, wo IBM Mail Next als erstes verfügbar sein wird. Dort war klar zu sehen, dass der Domino/IBM HTTP als Host für die Browser Clients dient, nicht wie eigentlich zu vermuten war der Connections Server. Connections und Sametime werden über Konnektoren verbunden und Apache Solr dient als Suchmaschine um die Systeme untereinander durchsuchbar zu machen. Wie das Ganze dann in der eigenen Infrastruktur aussehen wird, ist natürlich noch unklar, aber vermutlich relativ ähnlich.

Fazit

Für mich bedeutet das im Grunde, dass IBM Mail Next eher der Nachfolger von iNotes wird, als von Connections Mail. Als Basis benötigt man keine Connections Umgebung, wenn man den vollen Funktionsumfang nutzen möchte natürlich schon.

Für alle Kunden heißt das jetzt sich frühzeitig mit iNotes und Browser Plugin zu beschäftigen und auf 9.0.1 zu migrieren, dann wird der Umstieg nächstes Jahr wohl sehr einfach und schnell über die Bühne gehen. Der Notes Client wird aber weiterhin ganz normal verwendet werden können, aber in die Weiterentwicklung wird vermutlich nichtmehr viel Aufwand und Geld investiert.

IBM möchte natürlich die Tatsache dass Mail Next als erstes in der Cloud zur Verfügung steht nutzen um den Kunden einen Wechsel in die eigene SmartCloud Umgebung schmackhaft zu machen, aber meiner Meinung nach ist hierzu die Bereitschaft noch nicht wirklich sehr groß.

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