IBM ConnectED 2015 – Meine Eindrücke bisher

Im Grunde dominieren hier zwei Themen: IBM Verse + Cloud

IBM Verse sieht für mich persönlich wirklich sehr, sehr gut aus und ich kann es kaum erwarten endlich mein Mailfile migriert zu bekommen. Ich habe zwar einen Beta Zugang, aber ein paar Testmails zu verschicken vermittelt längst nicht den richtigen Eindruck als wenn man das Ganze wirklich live verwendet.

Ja, es wird eine Umstellung werden für viele User und Administratoren. Nicht ohne Grund bewirbt IBM das Ganze mit dem Slogan “a new way to work”. Ich finde den Schritt aber schon seit langem überfällig einfach mal einen Schnitt zu machen und (fast) völlig von vorne zu beginnen. Im Grunde bleibt das bestehen was gut und zuverlässig ist, nämlich der Domino Server und der NSF Container und die komplette “User Experience” wurde neu entwickelt und neu durchdacht.

Der Notes Client ist zukünftig nicht mehr notwendig und die Anwender können komplett mit dem Browser als Mail Client und den mobilen Apps arbeiten.

IBMVerse01

Allerdings ist Verse, also der Browser Client nur eine Alternative unter vielen. Es kann weiterhin ebenso mit dem Notes Client, dem klassischen iNotes, IMAP oder sogar Outlook gearbeitet werden, je nachdem was einem die eigene IT-Abteilung zur Verfügung stellt.

Und hier muss ich sagen, sehe ich auch das größte Problem. Oftmals herrscht gerade in den IT-Abteilungen der Unternehmen eine große Skepsis allem Neuen Gegenüber und man bleibt lieber bei dem alt bekannten, ob es nun besser ist oder nicht… Hier müssen so manche Bedenken zerstreut und alte, eingefahrene Meinungen über Bord geworfen werden um unvoreingenommen und offen mit dem neuen Konzept umzugehen. Um das zu erreichen, wird IBM Verse als Freemium Modell ähnlich wie GMX oder WEB.de veröffentlicht.

Für Unternehmen wird das Ganze zunächst ab Ende März nur in der Cloud zur Verfügung stehen. Hier bietet sich die Hybrid Konfiguration an, um vielleicht zumindest einige Key User in die Cloud und damit auf Verse zu migrieren. Ende 2015 soll aber dann auch eine komplett in der eigenen Infrastruktur zu installierende Variante zur Verfügung stehen.

Soweit erstmal ein paar meiner Eindrücke, weitere Details folgen…

Advertisements
This entry was posted in IBM Verse and tagged , , , . Bookmark the permalink.

4 Responses to IBM ConnectED 2015 – Meine Eindrücke bisher

  1. Das Entscheidende meiner Meinung für die Akzeptanz von IT Abteilungen wird sein, ob Verse wirklich auf einem Domino Stack läuft, oder ob ich zusätzlich zu Domino noch einen ganzen Zoo von anderen IBM Produkten (DB/2, Websphere, Analytics usw.) benötige um Verse zu nutzen. Weiters ist die Frage ob gerade Kunden die große Investitionen in den Notes Standardclient getätigt haben, jetzt schon wieder auf eine neue Platform migrieren wollen

    • Stephan Kopp says:

      Also der Domino Server wird die zentrale Basis sein, aber ohne zusätzliche Systeme wie etwa Sametime, Files, Profiles, Apache Solr, etc. wird man wohl nicht auskommen. Entscheidend wird sein, was davon Pflicht und welche Komponenten man optional anbinden kann…

  2. Stephan H. Wissel says:

    Wer mit webmail groß geworden ist, wird sicherlich Verse mögen. Wer von einem client kommt (Notes, Outlook, Thunderbird) und ein paar Arbeitsabläufe eintrainiert hat wird keine Freude haben. Dinge wie Ctrl+A (alle mails in einer Liste markieren) und Ctrl+Home/End (zum Anfang/Ende springen). Alt+4M lostippen, Ctrl+M etc) fehlen dann schon noch – und offline (aber das kommt ja).

  3. Pingback: Beiträge zur IBM ConnectEd 2015 in Orlando |

Comments are closed.